Ausschlaggebend für alle Standort- und Projektplanungen muss letztlich der er-zielbare Strom- und Wärmepreis (oder auch Biomethanbezugspreis) sein; muss die Frage nach der Wettbewerbs-fähigkeit gegenüber der traditionell fossilen Energiewirtschaft und zugunsten in-teressanter Endkundenpreise sein. Das bedingt im Bereich industrieller dezentra-ler Bioenergieanlagen ebenso wie bei Biomasseheizkraftwerken hohe Anlagenwir-kungsgrade, die letztlich nur über Kraft-Wärme-[Kälte-]-Kopplung erzielbar sind.

Insbesondere leitungsgebundene Nah- und Fernwärmesysteme [ggfalls i.V.m. Microgasnetzen] müssen hierzu die Erzeuger- und Verraucherseite wirtschaftlich vernetzen. Das schließt objektbezogene Versorgungslösungen nicht aus, sondern ein, wie gegenwärtig beispielsweise die eutec Ingenieure für die Oberlausitzer Kliniken zugunsten des Krankenhauses in Bischofswerda planen [Rohbiogas-bezug über Microgasnetz und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung im Klinikum].

Alternativ hierzu handelt ein Privater ausschließlich vor dem Hintergrund seiner eigenen Ressourcen. Er plant deshalb nicht weniger wirtschaftlich, aber regelmäßig auf betriebseigenen Standorten gegebenenfalls fern der tatsächlichen Energiesenken. Darüberhinaus erliegen viele Private dem ´vermeintlichen´ Charme der ´vermeintlich´ kostenfreien Plangenehmigung durch Generalüber-nehmer/Anlagenhersteller und verzichten so auf eine unabhängige Technologie- und Anlagenplanung, auf den Kostenvorteil der Ausschreibung, auf eine Standortoptimierung etc.