Holzeinschlag

Deutsches Projektgebiet
Zur Quantifizierung der Potenziale aus Holzeinschlag wurden Daten aus dem Abschlussbericht der „Clusterinitiative Forst & Holz Oberlausitz“ von 2010 herangezogen und auf regionale Ebene heruntergebrochen. Kleinteiligere Daten standen nicht zur Verfügung, da Daten auf Forstbetriebsebene dem Datenschutz unterliegen und auf Revierebene nicht fortgeschrieben wurden. Es ist daher zu beachten, dass durch die Übertragung der von der Clusterstudie angenommenen Baumartenzusammensetzung des Holzeinschlages im Jahr 2006 auf kommunale Ebene nicht dem realen Baumbestand bzw. Einschlag in den Gemeinden des Untersuchungsgebietes entspricht.

Anteil der Holzartengruppen am durchschnittlichen Holzeinschlag 2006 im deutschen Projektgebiet

 

Von 430.000 eingeschlagenen Festmetern (Fm) Holz wurden 2006 145.000 Fm für energetische Zwe-cke verwendet. Neben 25.000 Fm Energieholz sind darin 120.000 Fm enthalten, die von privaten Waldbesitzern genutzt werden (Annahme, dass 100% des Eigenverbrauchs der Privatwaldbesitzer als Energieholz (Feuerholz) genutzt werden).


Die Clusterstudie weist darüber hinaus ein maximales jährliches Holzpotenzial von 600.000 Fm aus. Hierbei wurden bestimmte Hiebsätze verschiedener Forsteinrichtungen betrachtet. Dieses Potenzial wurde dem theoretischen Potenzial unter der Annahme einer vollständigen energetischen Nutzung gleichgesetzt. Das technische Potenzial berücksichtigt ebenfalls die Einschlagmengen des maximalen Potenzials, berücksichtigt jedoch die Anteile des stofflich verwerteten Holzes (66,28%).
Weiterhin wurden eine durchschnittliche Holzfeuchte von 55% für waldfrisches Holz, sowie ein Heiz-wert von 1,9kWh/kg bei der weiterführenden Berechnung zugrunde gelegt.
Eine differenzierte Prognose für 2015 und 2020 konnte wegen der mangelhaften Datengrundlage nicht vorgenommen werden, sodass für beide Jahre gleiche Potenziale unterstellt wurden.

Potenziale für Holzeinschlag im deutschen Projektgebiet nach Landkreisen

 

Potenziale für Holzeinschlag im gesamten deutschen Projektgebiet

 

Tschechisches Projektgebiet
Im tschechischen Untersuchungsgebiet verteilte sich im Jahr 2010 der Holzeinschlag auf 87% Nadelbäume und 13% Laubbäume. Die auf Ebene der Regionen vorliegenden Daten wurden anhand der anteiligen Forstflächen auf die ehemaligen Kreise übertragen.
Mangels anderer Daten über mögliche Einschlagpotenziale, wurden die Annahmen über das maximale Holzpotenzial auf deutscher Seite auf die böhmischen Flächen übertragen. Hieraus errechnet sich das theoretische Potenzial. Das technische Potenzial beträgt wie in Sachsen 34% (Es ist zu beachten, dass dies auch die Annahme impliziert, die stoffliche und energetische Verwertung des Holzes erfolgt in Tschechien in gleichem Verhältnis wie im deutschen Gebiet).

Potenziale für Holzeinschlag im tschechischen Projektgebiet nach ehemaligen Kreisen

 

Potenziale für Holzeinschlag im gesamten tschechischen Projektgebiet

Waldrestholz

 

Deutsches Projektgebiet
Unter Waldrestholz versteht man Holz, welches nicht direkt für die stoffliche oder energetische Verwendung geschlagen wird. Es fällt bei Jungbestandspflegemaßnahmen, Durchforstungen, Holzerntemaßnahmen oder Räumung von Waldflächen nach Kalamitäten oder Kahlschlägen an. Die Berechnung dieser Potenziale erfolgte analog zu denen des Holzeinschlages. Es wird jedoch angenommen, dass Waldrestholz immer energetisch genutzt wird und so das theoretische Potenzial dem Technischen entspricht.

Potenziale für Waldrestholz im deutschen Projektgebiet nach Landkreisen.

 

Potenziale für Waldrestholz im gesamten deutschen Projektgebiet

 

Tschechisches Projektgebiet
Die Berechnungen erfolgten analog zu denen im deutschen Gebiet. Hierbei wurde das Verhältnis von Waldrestholz zum Holzeinschlag aus der oben genannten Clusterstudie zugrunde gelegt.

Potenziale für Waldrestholz im tschechischen Projektgebiet nach ehemaligen Kreisen

 

Potenziale für Waldrestholz im gesamten tschechischen Projektgebiet